In der Demokratischen Republik Kongo (DRC) wird sexualisierte Gewalt gezielt als Kriegswaffe eingesetzt. Frauen und Kinder werden körperlich und seelisch verletzt und traumatisiert. Oft zum Zuschauen gezwungen, werden auch Männer und Familien durch die äußerste Grausamkeit demoralisiert. Der Zusammenhalt von Familien und Gesellschaft wird zerstört. Die Täter bleiben meist straflos. Die Gewalt im Kongo wird durch den Kampf um Rohstoffe und deren illegalen Abbau vorangetrieben. Rebellengruppen und Milizen verschaffen sich vor allem im rohstoffreichen Ostkongo Zugang zu den Minen mit Bodenschätzen und Kontrolle über die Gebiete.

Wir tragen eine Verantwortung. Diese Rohstoffe werden für die Produktion von Mobiltelefonen und Batterien auch für den deutschen Markt genutzt. Gerade jetzt erleben wir einen Boom in Digitalisierung und Elektromobilität. Sie dürfen unter keinen Umständen auf Vergewaltigung, Kinderarbeit, Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen aufbauen.

Der Gynäkologe und Menschenrechtsaktivist Dr. Denis Mukwege behandelt seit 20 Jahren Frauen – Überlebende, die brutal vergewaltigt wurden. Für sein Engagement gegen sexualisierte Gewalt an Frauen erhielt er 2018 den Friedensnobelpreis. Gemeinsam mit Denis Mukwege fordern wir die deutsche Bundesregierung und die Europäische Kommission auf, 1. sich für die Beseitigung der Straflosigkeit der Täter einzusetzen und 2. deutsche und europäische Unternehmen zur Wahrung der Menschenrechte in ihrer Rohstoffbeschaffung zu verpflichten.

Schluss mit Vergewaltigung als Kriegswaffe!

Petition

Persondendaten

Unterschreibe die Resolution:

Noch bis 31.05.2021
  1. Wir fordern Bundesregierung und Europäische Kommission auf, sich vorbehaltlos für die Beendigung der Straflosigkeit im Kongo und damit für ein international anerkanntes und unabhängiges Justizverfahren einzusetzen, das Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen verfolgt. Dazu sollen die Empfehlungen des Berichts der Vereinten Nationen von 2010 umgesetzt werden und die Opfer zu Wort kommen. Nur wenn die Wahrheit ans Licht kommt, kann Gerechtigkeit geschehen und Frieden gelingen.
  2. Wir fordern die Bundesregierung auf, gesetzliche Regelungen zu erlassen, damit die Geschäftstätigkeit und Rohstoffbeschaffung deutscher Unternehmen dazu beiträgt, dass Rohstoffe aus dem Kongo fair und unter Beachtung der Menschenrechte gewonnen und in den Welthandel gebracht werden und die Erlöse aus einer solchen Produktion und dem Handel in die Förderung von Bildung und Gesundheit fließen.

Bereits 8389 Unterstützer*innen

Die SWR-Doku

Was kann der Friedensnobelpreis im Osten der DRC verändern? Neun Monate nach der Nobelpreisverleihung an Dr. Denis Mukwege ist ein Filmteam des Südwestrundfunks (SWR) mit Regisseurin Susanne Babila dieser Frage vor Ort nachgegangen. Die Direktorin des Difäm, das die Aktivitäten von Denis Mukwege bereits seit vielen Jahren unterstützt, Dr. Gisela Schneider begleitete die Dreharbeiten. Die SWR-Dokumentation „Friedenskämpfer – Tübinger Ärztin unterstützt Nobelpreisträger im Kongo“ berichtet über die Arbeit von Denis Mukwege und von einigen bewegenden Schicksalen kongolesischer Frauen. Der Film zeigt deutlich, dass noch kein Frieden in Sicht ist. Die Konflikte im rohstoffreichen Ostkongo breiten sich weiter aus. Bewaffnete Gruppen terrorisieren die Bevölkerung, brennen Häuser nieder und üben brutale Gewalt gegen Frauen und Kinder aus. Auch für Denis Mukwege ist der Einsatz für den Frieden eine lebensgefährliche Aufgabe.

Grußwort von Dr. Denis Mukwege zur Kongo-Kampagne

Aktuelles

Veranstaltung
Schwache Regierungsführung, sexualisierte Kriegsgewalt im Kongo: Kein Frieden in Sicht?! Wie kann man Justiz & Rohstoffsektor in die Pflicht nehmen?

Am 08.06.21 betrachten wir die gegenwärtige Situation und sprechen darüber, wie die Justiz gestärkt und der Rohstoffsektor in die Pflicht genommen werden kann, um Sicherheit und Stabilität in der DRC zu schaffen. Welchen Beitrag können Deutschland und Europa leisten?

Pressemitteilung
Aufruf zur Banneraktion zum Weltfrauentag – Kirchtürme gesucht

03.03.2021. Die Corona-Pandemie drängt manche Konflikte und Konfliktregionen dieser Welt aus dem öffentlichen Sichtfeld. Deshalb ruft die Kongo-Kampagne Kirchen in ganz Deutschland zum Mitmachen auf, Banner als sichtbares Zeichen der Solidarität mit den Frauen im Kongo aufzuhängen. Die Aktion startet zum Internationalen Frauentag am 8. März 2021.

Die tägliche Gewalt im Rohstoffgeschäft - Vergewaltigung als Strategie im Ostkongo

Vor einiger Zeit hörte ich zum ersten Mal das Wort „Bluthandy“. Das hat mich verstört. Ein Handy ist ein sehr persönlicher Gegenstand. Durchschnittlich 3 bis 5 Stunden täglich ist es in Gebrauch und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Wir alle haben ein Handy. Warum soll Blut daran kleben, wer ist dafür verantwortlich und was können wir dagegen tun?

Denis Mukwege: Unermüdlich im Einsatz gegen sexualisierte Gewalt

Seit über 20 Jahren leitet der Gynäkologe und Gründer Dr. Denis Mukwege das Panzi-Krankenhaus in Bukavu im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRC). Mehr als 50.000 Mädchen und Frauen – Überlebende, die Opfer schwerster sexualisierter Gewalt geworden sind, wurden von Dr. Mukwege und seinem Team behandelt. Etwa zehn betroffene Mädchen und Frauen suchen das Krankenhaus täglich auf...

Pressemitteilung
Noch kein Frieden für die Frauen im Ostkongo: 20 Jahre UN-Resolution 1325 für Frauen, Frieden, Sicherheit

27.10.2020. Difäm und Hauptabteilung Weltkirche der Diözese Rottenburg-Stuttgart fordern Ende der Gewalt und Straflosigkeit. Vor 20 Jahren, am 31. Oktober 2000 haben die Vereinten Nationen (UN) die Resolution 1325 einstimmig verabschiedet. Sie haben sich darauf geeinigt, dass Mitgliedstaaten und Konfliktparteien die Rechte von Frauen zu schützen haben.

Pressemitteilung
Start der Kongo-Kampagne zum Welttag gegen Gewalt an Frauen – Unterstützer*innen gesucht.

19.11.2020. Wir tragen Verantwortung. Rohstoffe aus dem Kongo werden u. a. für Mobiltelefone und Batterien gebraucht. Internationale Unternehmen profitieren von der unhaltbaren Menschenrechtslage. „Wir müssen die Überlebenden jedweder Gewalt gegen Frauen in bewaffneten Konflikten endlich ernst nehmen“, so Friedensnobelpreisträger Mukwege.

Über uns

Die Kongo-Kampagne ist ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen mit einem gemeinsam angestrebten Zukunftsbild: Frauen und Kinder im Kongo sollen mit ihren Familien ein selbstbestimmtes Leben in Frieden, ohne Angst oder sexualisierte Gewalt führen können. Als wichtige Schritte auf diesem Weg müssen die Kultur der Straflosigkeit durchbrochen und Menschenrechtsverletzungen als Verbrechen durch unabhängige Gerichte verfolgt werden. Darüber hinaus sehen wir die Bundesrepublik Deutschland und die Europäische Union als Nutznießerinnen kongolesischer Konfliktrohstoffe in der Verantwortung – und auch uns selbst als Verbraucher*innen –, für eine Wirtschaft einzustehen, die im Einklang mit den Menschenrechten steht. Dazu gehören das Recht auf Gesundheit, körperliche Unversehrtheit, Zugang zum Recht und Sicherheit der Person. Zur Achtung, Förderung und zum Schutz dieser Rechte hat sich die Weltgemeinschaft in verschiedenen Konventionen verpflichtet und diese Verpflichtung immer wieder bekräftigt. Diese Verpflichtung gilt allen Menschen gegenüber – auch den Frauen und Kindern im Ostkongo!

Die Kongo-Kampagne wird gefördert von

Brot für die Welt

Difäm

Evangelische Landeskirche in Württemberg

Rottenburg

Katholischer Fonds

MEW

Weitere unterstützende Organisationen und Gruppen sind

Evangelischen Frauen Baden

Handy Aktion

International Justice Mission

LFR

Micha Initiative Deutschland

Ndwenga

Studifaem

TDF

Zentrum für Mission und Ökumene